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Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
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Home Hausarzt-Praxis Patientenverfügung

Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht

Jeder kann durch eine Erkrankung, eine Behinderung oder durch Verwirrtheit im höheren Alter von der Hilfe anderer abhängig werden.
Zu wenig bekannt ist, dass in Österreich niemand aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses allein stellvertretend für Sie Entscheidungen treffen kann.

So kann es auch bei vorübergehender schwerer Krankheit, oder wenn Sie zB. längere Zeit nach einem Unfall nicht handlungsfähig sind, recht bald zu Problemen kommen - auf der Homepage der Patientenanwaltschaft heißt es dazu:

Unserer Erfahrung nach treten Probleme in folgenden Bereichen auf:
  • Krankenkassen-, Pensions- und weiteren Versicherungsfragen
  • Wohnungsangelegenheiten
  • Verwaltung Ihres Sach- und Anlagevermögens
  • Vertretung Ihrer Interessen gegenüber Ärzten, Krankenanstalten, eventuell Heimträgern
  • Regelungen betreffend Ihrer Betreuung und Pflege zuhause
Autonomie statt Fremdbestimmung
Anders als Sachwalterschaft die Fremdbestimmung durch das Gericht ist die Vorsorgevollmacht eine selbstbestimmte und selbstorganisierte Hilfe. Es ist ein gutes Gefühl, sich seinen Vertreter für den Fall der Hilfsbedürftigkeit selbst aussuchen zu können. Nicht nur der Wunsch nach einer bestimmten Person, auch bestimmte Gewohnheiten und Vorstellungen für ein späteres Leben können mit einer Vorsorgevollmacht abgesichert werden.

Vorteile einer Vorsorgevollmacht sind:
  • Sie wählen eine Vertrauensperson aus
  • Im Notfall ist sofortiges Handeln möglich
  • Eine zeitaufwendige Einschaltung des Gerichtes ist nicht nötig
  • Vermeidung einer gerichtlichen Sachwalter-Bestellung
  • Sie bestimmen den Umfang der Vorsorgevollmacht

Nachteil:Bedenken sollten Sie, dass das Handeln Ihrer Vertrauensperson von niemandem Dritten überprüft wird - das Handeln eines Sachwalters wird vom Gericht geprüft.

 

Bei Interesse informieren Sie sich dazu bitte beim

Verein für Sachwalterschaft & Patientenanwaltschaft!


 

Die folgenden Informationen habe ich gekürzt aus der HP des GIN, Gesundheits-Informations-Netz, entnommen.

 

Warum an eine Patientenverfügung denken?

Viele Patienten bereitet es Sorgen, dass die moderne Medizin es ermöglicht, beinahe alle Körperfunktionen eines Menschen über einen längeren Zeitraum künstlich aufrecht zu erhalten. Diese Fortschritte der modernen Medizin haben neben großen Hoffnungen auch Ängste geweckt. Viele Menschen befürchten, zu einer Zeit, in der sie krankheitsbedingt selbst nicht mehr bestimmen können, was geschehen soll, einer anonymen "Apparatemedizin" ausgeliefert zu sein und dadurch auf ein würdevolles Sterben verzichten zu müssen.

Ärzte haben bei Vorliegen einer irreversiblen Dauerschädigung des Gehirns oder irreversibler Bewusstlosigkeit, die letztlich unausweichlich den Tod bedingen, schwerwiegende Entscheidungen über die Fortsetzung oder den Abbruch der Behandlung zu treffen. Den Ärzten fehlt in einer derartigen Situation oft eine Erklärung des/r Patienten/in wie vorgegangen werden soll und somit eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Ärzte/innen haben nun die Möglichkeit, die Behandlung fortzuführen und damit das Sterben ihrer Patienten zu verlängern, oder die Therapie abzubrechen und dem natürlichen Sterben seinen Lauf zu lassen. Behandelnde Ärzte haben aufgrund einer sorgfältigen Abwägung aller Umstände des Einzelfalls, neben der medizinischen Entscheidung auch den mutmaßlichen Patientenwillen zu ermitteln. Aus der Überlegung, dass jeder Patient grundsätzlich selbst über einen Behandlungsabbruch oder eine Behandlungsfortsetzung entscheidet, entstanden die Patientenverfügungen. Menschen erlangen dadurch die Möglichkeit, Einfluss auf ihre künftige medizinische Behandlung zu nehmen. Die Patienten können mittels des Patiententestaments bestimmen, welche lebenserhaltenden Behandlungsmethoden und/oder welche Medikamente sie wünschen oder ablehnen. Dadurch wird das Selbstbestimmungsrecht für Patienten/innen gestärkt und auf jene Zeiträume ausgedehnt, in denen sonst krankheitsbedingt nur noch Fremdentscheidungen getroffen werden können.

Was ist eine Patientenverfügung?

Unter Patiententestament oder Patientenverfügung versteht man eine (Voraus-)Verfügung, in der eine Person darum ersucht, im Falle einer künftigen an sich unmittelbar zum Tode führenden Erkrankung oder Verletzung oder im Stadium irreversibler (also nicht umkehrbarer) schwerer Dauerschädigung des Gehirns oder des dauernden Ausfalls lebenswichtiger Körperfunktionen auf künstlich lebensverlängernde medizinische Maßnahmen zu verzichten und alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung, ungeachtet etwaiger lebensverkürzender Konsequenzen, zu nutzen.

 Das Wirksamwerden der Patientenverfügung hängt vom Eintreten zweier Bedingungen ab:

1) Dem aussichtslosen Verlauf einer Krankheit oder einer anderen Körperschädigung, die unmittelbar den Sterbeprozess einleiten und die

2) die eigene Urteilsfähigkeit beeinträchtigen oder ausschließen.

Mit einem Patiententestament wird im voraus die Zustimmung zu medizinischen Maßnahmen verweigert, die bloß der Verlängerung des Sterbevorgangs oder des Leidens dienen. (Natürlich treten immer wieder Zweifelsfälle auf, aber viele Fälle wären klar entscheidbar.)

Mehr zum Inhalt von Patiententestamenten

Hauptinhalt von Patiententestamenten sind der Verzicht auf lebensverlängernde medizinische Behandlungsmethoden und/oder die Anwendung der Möglichkeiten optimaler Schmerzbekämpfung. Neben diesen allgemeinen Anliegen, die meist in vorgedruckten Mustern/Vorlagen formuliert sind, können auch individuelle Anliegen in Patientenverfügungen aufgenommen werden; etwa die Bitte, soweit es irgend möglich ist, zu Hause, in einem Hospiz oder in einem bestimmten Heim sterben zu können. Auch das Anliegen der Sterbebegleitung, Wünsche nach religiösem Beistand oder ein Widerspruch zur postmortalen Organentnahme können in Patientenverfügungen erklärt werden.

Inhalt einer Patientenverfügung:

  • Name, Geburtsdatum, Datum, Ort
  • Form: schriftlich, wenn möglich eigenhändig, Vordrucke können verwendet werden
  • Behandlungsmethoden
  • Aufklärungsgespräch: Es empfiehlt sich, ein Aufklärungsgespräch mit dem Arzt des Vertrauens zu führen. Für die Rechtswirksamkeit der Patientenvertretung ist dies aber nicht erforderlich. Wesentliche Punkte des Aufklärungsgespräches sollten dokumentiert werden.
  • Behandlungswünsche: Der Wunsch nach einer bestimmten Methode behandelt zu werden, muss nicht beachtet werden. Es gibt keine rechtlichen Grundlagen, die den Arzt dazu verpflichten. Trotzdem kann es sinnvoll sein, dies in der Patientenverfügung festzuhalten.
    Die Ablehnung bestimmter Behandlungsmethoden sollte nachvollziehbar begründet werden.
  • Aktualisierung: Die Patientenverfügung sollte in regelmäßigen zeitlichen Abständen aktualisiert werden; dies durch ein neuerliches Beratungsgespräch und durch einen schriftlichen Vermerk. Mindestens alle 5, besser alle 2 Jahre!
  • Angabe von Vertrauenspersonen: Es empfiehlt sich eine Kopie der Patientenverfügung bei Vertrauenspersonen, etwa dem Hausarzt oder einem Sachwalter zu hinterlegen.
  • Bestätigung der Einsichts- und Urteilsfähigkeit: Eine Bestätigung der Einsichts- und Urteilsfähigkeit, zB. durch einen behandelnden Arzt, ist nicht erforderlich, wird aber oft angefügt.
  • Unterschrift: Zur Bestätigung der Identität können auch Zeugen herangezogen werden.
  • Beglaubigung: Eine Beglaubigung von einem Notar oder Rechtsanwalt ist für die Wirksamkeit der Patientenverfügung nicht notwendig.
  • Widerruf: Eine Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen und auch nur befristet abgefasst werden

 

Für Patientenverfügungen gibt es bereits mehrere Vorlagen, zB. auf www.hospiz.at > Patientenverfügung zu beziehen.

 
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