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Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
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Home Die Diagnose... DM 1

Diabetes mellitus Typ 1

Der Diabetes Typ 1 ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Verursacht wird die Erkrankung durch den Mangel an einem Hormon - dem Insulin. Die Bauchspeicheldrüse kann kein Insulin mehr produzieren, daher müssen Typ 1-Diabetiker dieses lebenswichtige Hormon selbst spritzen. Daher wurde der Diabetes Typ 1 früher auch insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt. Lange Zeit war der Diabetes Typ 1 auch unter dem Begriff "jugendlicher" Diabetes geläufig, da er häufig schon bei Kindern und Jugendlichen zum ersten Mal auftritt.
Unter den Diabetes-Erkrankungen macht der Diabetes Typ 1 etwa fünf Prozent aus. Das sind rund 200 000 Menschen in Deutschland.

Der Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln. Für jeden Diabetiker ist es wichtig, den Blutzucker optimal einzustellen. Dazu muss man die genaue Wirkung des Insulins gut kennen, denn als Diabetiker versucht man ja, mittels Insulin-Spritzen die Insulin-Produktion der Bauchspeicheldrüse so gut wie möglich zu ersetzen. Da gibt es einiges zu lernen; in der ersten Zeit nach der Entdeckung der Krankheit schon im Krankenhaus und dann immer wieder, in Kontakt mit den betreuenden Ärzten, in Kursen und Schulungen. Mehr Wissen bedeutet mehr Unabhängigkeit! Ein Diabetiker, der gut Bescheid weiß, ist heute nicht mehr auf genormte Mahlzeiten zu festen Zeitpunkten angewiesen, er oder sie kann Sport betreiben, Reisen unternehmen, seinen Beruf ausüben, Familie haben....

Wie entsteht Diabetes Typ 1?

Diabetes Typ 1 gehört zu den Autoimmunerkrankungen, das heißt: körpereigene Abwehrstoffe, die Antikörper, zerstören die Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Diese fortschreitende Entzündung und Zerstörung der Zellen entsteht über viele Jahre. Bei manchen Menschen werden Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit bereits Abwehrzellen gegen die Zellen der Bauchspeicheldrüse gefunden.

Alle Körperzellen benötigen das Hormon Insulin, um Zucker aus der Blutbahn aufzunehmen. In der Zelle wird der Zucker zu Energie verbrannt. Kann der Zucker nicht von den Zellen aufgenommen werden, steigt die Zuckerkonzentration im Blut an.
Die Ursachen für diese Fehlsteuerung des Immunsystems sind heute noch weitgehend unbekannt. Man glaubt, dass manche Bakterien oder Viren den Bauchspeicheldrüsenzellen so ähnlich sehen, dass der Körper nicht nur diese eingedrungenen Bakterien oder Viren unschädlich macht, sondern auch die eigenen Zellen angreift.

Auch Erbfaktoren spielen bei der Krankheitsentwicklung eine gewisse Rolle. Geschwister und Kinder von Typ-1-Diabetikern haben ein Risiko von etwa fünf Prozent, auch an Diabetes zu erkranken. Die Beobachtung von eineiigen Zwillingen zeigt, dass nur in jedem dritten Fall beide an Diabetes Typ 1 erkranken.

Welche frühzeitigen Symptome können auftreten?

Bei Diabetes Typ 1 treten folgende Anzeichen auf. Im Gegensatz zum Diabetes Typ 2 sind die Beschwerden viel stärker ausgeprägt:

  • Starker Durst durch den Wasserverlust
  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Schwächegefühl
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Azetongeruch (wie Nagellackentferner)

BEHANDLUNG

Der Typ-1-Diabetes beruht auf einem Mangel an Insulin. Daher muss Insulin lebenslang gespritzt werden, um eine Normalisierung des Blutzuckers zu erreichen. Der wichtigste Apparat des Diabetikers ist daher das Blutzuckermessgerät. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, den Blutzucker selbst zu messen und die Diabetesbehandlung im Alltag zu steuern.

Prinzipiell gibt es verschiedenen Insulinbehandlungen:

  • Konventionelle Insulintherapie
  • Intensivierte konventionelle Insulintherapie
  • Insulinpumpentherapie
Bei der Konventionellen Insulintherapie werden die Essensmengen und die Essenszeiten an die gespritzten Insulinmengen angepasst. Bei den beiden anderen Behandlungsmethoden läuft es umgekehrt. Die Insulindosis wird der Nahrungsmenge und der körperlichen Aktivität angepasst. Damit lässt sich der Tagesablauf viel freier gestalten!
 
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