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Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
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Home Die Behandlung... Tabletten nehmen? Metformin

Metformin

  • hemmt die Zucker-Neubildung und die Zucker-Abgabe durch die Leber
  • verbessert die Aufnahme von Glukose in Muskel-und Fettzellen
  • verlangsamt die Aufnahme von Einfachzuckern aus dem Darm ins Blut
Im Handel als:
Glucophage 500, 850, 1000 mg
Diabetex 850, 1000 mg
Metformin "Arcana" 850 mg
Metformin "ratiopharm" 850 mg
Metforminhydrochlorid "Tyrol Pharma" 850 mg
Meglucon 850 mg
Orabet 500 oder 850 mg

 

Wirkung Nebenwirkungen
Dosierung: wann - wieviel? worauf besonders zu achten ist
Auswirkung auf das Gewicht Vor- / Nachteile

 

Wirkung

Metformin senkt vor allem die Blutzucker-Werte nach dem Essen. Es wird unverändert recht rasch wieder ausgeschieden, nach 12 Stunden bereits zu 90%. Es beeinflusst die Blutgerinnung positiv und dürfte auch eine leicht vorbeugende Wirkung haben gegen Krankheiten, die durch Arteriosklerose ausgelöst werden. Die Insulin-Spiegel im Blut werden geringer bei besseren Blutzucker-Werten - ein durchaus positiver Effekt!

Durch Metformin können keine Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auftreten. Es macht die Gewichtsabnahme etwas leichter und kann auch die Triglyzeride (Neutralfette) im Blut senken.

Daher ist es ein sehr gutes Medikament für Patienten mit metabolischem Syndrom, also Patienten, die übergewichtig sind und auch einen zu hohen Blutdruck haben. Metformin wird nun schon seit fast 40 Jahren verwendet und ist das am besten untersuchte Medikament für Diabetes mellitus 2. Es wirkt deutlich und verlässlich.

Metformin wird daher weltweit als wichtigstes Medikament bei übergewichtigen Typ2-Diabetikern eingesetzt.

Dazu kommen noch positive Einflüsse auf den Fett-Stoffwechsel: erhöhte Triglyzeride (Neutral-Fette) im Blut werden etwas gesenkt. Es gibt auch Bericht über günstige Beeinflussung der Blutgerinnung und der Arteriosklerose.

Es kann deutlich bei der Verbesserung der Einstellung helfen, HBA1c-Rückgänge von 1,5 % sind gut möglich.

Nebenwirkungen

Bei Vorgänger-Substanzen des Metformins, dem Phenformin und dem Buformin, ist eine schwere Nebenwirkung aufgetreten, die Laktatazidose. Weil Metformin aber kaum lipophil ist, sich also nicht an biologische Membranen binden kann, ist die Gefahr dieser Nebenwirkung äußerst gering.

Dennoch darf Metformin nicht von Patienten mit einer eingeschränkten Nieren-Funktion genommen werden, das Kreatinin sollte unter 1,2 mg/dl liegen. Auch nicht bei schweren Lebererkrankungen, Pankreatitis, Alkoholismus, schweren Herz- und Lungenerkrankungen - alles Zustände, die zu einer schlechten Sauerstoff-Versorgung des Gewebes führen. Man sollte es auch nicht bei extremen Hungerkuren nehmen (die aber ohnehin nicht mehr zur Abnahme empfohlen werden sollten, weil sie meist auf Dauer nicht wirken), auch nicht bei Akoholismus. Und natürlich nicht bei beginnender Stoffwechsel-Entgleisung beim Diabetes mellitus!

Am Beginn der Behandlung kann es zu leichten Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kommen: Völlegefühl, Blähungen... Fast immer geben sich diese Beschwerden nach der 1. Woche. Um dies möglichst zu verhindern, kann man mit einer geringen Dosis (zB. 500 - 850 mg zum Frühstück) anfangen und erst wenn diese gut vertragen wird die Dosis steigern; zuerst auch abends 850 mg; insgesamt maximal 3000 mg/Tag.

Zur Vermeidung der Bauchbeschwerden hilft es auch, Metformin zu den Mahlzeiten und nicht auf nüchternen Magen zu nehmen!

Dosierung

Beginn meist mit 1 x 500 oder 850 mg, morgens oder abends zu den Mahlzeiten. Langsam steigern, bis auf maximal 3000 mg/d.

     Achtung!

In den letzten 3 Tagen vor einer Operation oder einer Kontrastmittel-Untersuchung sollte Metformin abgesetzt werden. Dann fehlt aber die Wirkung des Medikamentes - die Patienten müssen das wissen und werden daher in diesen 3 Tagen ganz besonders gut auf die Diät achten - und damit meist mit einem guten Blutzucker-Wert im Krankenhaus erscheinen! :-)

Auswirkung auf das Gewicht

Metformin hat bei manchen Patienten eine leicht Appetit-verringernde Wirkung.

Dass es unter Metformin zu keiner Gewichtszunahme bei sehr guter Wirksamkeit des Medikamentes kommt, ist ein Hauptvorteil dieser Substanz!

Vor- / Nachteile

+ Blutzuckersenkung ohne höhere Insulinspiegel
+ keine Gewichtszunahme
+ keine Hypo-Gefahr
+ günstiger Einfluss auf den Fett-Stoffwechsel (Senkung der Triglyzeride)
+ leichte Appetit-Minderung
+ Gefäß-schützende Effekte
- es gibt Kontra-Indikationen (Zustände, bei denen das Medikament nicht verwendet werden darf): Niereninsuffizienz, hohes Lebensalter, schwere Herz- oder Lungenkrankheiten
- evtl. Nebenwirkungen am Anfang der Therapie und bei höherer Dosierung: Durchfälle, Bauchschmerzen
 
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