*********************
Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
*********************

 
Home Die Behandlung... Tabletten nehmen? Glitazone

Glitazone

...verbessern die Insulin-Resistenz...

Im Handel als:

Actos

15, 30, 45 mg (Pioglitazon)

 

 

Wirkung Nebenwirkungen
Dosierung: wann - wieviel? worauf besonders zu achten ist
Auswirkung auf das Gewicht Vor- / Nachteile

Wirkung

In Österreich ist nur merhr das Pioglitazon, "Actos" zugelassen:  nur in Kombination mit Sulfonylharnstoff oder Metformin.

Es gab einige bedanken hinsichtlich der Sicherheit: in manchen Studien wurden unter der Behandlung mit Actos ein leicht vermehrtes Auftreten von Blasenkrebs gefunden. Deshlab darf es in Frankreich gar nicht mehr verwendet werden, in Deutschland wird es nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt.

In Österreich ist es nach wie vor am Markt, und es hilft ja auch einigen Patienten sehr gut.

Wenn Sie mehr über diese Problematik wissen wollen: hier der Link zur offiziellen Sicherheitsinformation:

http://www.takeda.de/Documents/RoteHandBrief_2_BlasenCa_final.pdf

Actos greift erstes Medikament im Stoffwechsel da an, wo die Ursache des Typ 2 Diabetes liegt: an der Insulin-Resistenz (Insulin-Unempfindlichkeit der Zellen) und verbessert die Insulin-Resistenz vor allem im Skelettmuskel. In geringerem Umfang reduziert es auch eine überschießende Glucose-Produktion in der Leber.

Insulinresistenz ist ein wesentliches Problem der Typ-2-Diabetiker: Insulin kann nicht mehr richtig an den Zellen wirken. Die Resistenz entwickelt sich oft lange vor dem Anstieg des Blutzuckers und daher lange vor Entdeckung des Diabetes mellitus.. Hier greifen die Glitazone an: Sie senken die Blutzucker-Spiegel langfristig durch eine Erhöhung der Insulin-Empfindlichkeit an Schlüsselstellen der Insulin-Resistenz, am Fettgewebe, der Skelettmuskulatur und der Leber. Somit kann das vom Körper hergestellte Insulin mehr Wirkung zeigen. Die Glukose wird vermehrt aus dem Blut in die Zellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel sinkt ebenso wie der Insulin-Spiegel. Dabei kann man eine erste Senkung der Nüchtern-Blutzucker-Spiegel bereits eine Woche nach Beginn der Behandlung erwarten, der volle Effekt tritt erst nach 6 - 8 Wochen ein.

Aber Glitazone stimulieren nicht die Insulin-Synthese und sind daher als Medikamente in einem frühen Stadium des Typ 2 Diabetes gut geeignet, so lange ohnehin eine Insulin-Überproduktion vorliegt bei Unempfindlichkeit der Zellen auf Insulin (Resistenz).

Als erster Medikament dieser Klasse wurde das Troglitazon entwickelt. Es wird heute nicht mehr verwendet, weil es vereinzelt schwere Nebenwirkungen an der Leber ausgelöst hat - einige Patienten sind daran sogar verstorben.

Die beiden neuen Glitazone, Pioglitazon und Rosiglitazon (Actos und Avandia) haben erwiesenermaßen diese Nebenwirkung nicht.

Nebenwirkungen

Manchmal treten leichte Ödeme (Schwellung der Unterschenkel) auf. Bei ganz wenigen Patienten (unter 5 %) kommt es zu einer deutlichen Gewichtszunahme, die sich nach Absetzen der Tabletten wieder bessert.

In Kombination mit Metformin wurden manchmal Kopfschmerzen berichtet, leichte Sehstörungen und eine Zunahme des Cholesterins. In Kombination mit den Sulfonylharnstoffen selten Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit.

Die heutigen Glitazone sind als sicher und nebenwirkungsarm einzustufen, sie bewirken keine Unterzuckerungen.

Da es aber bei der Vorläufer-Substanz Troglitazon Probleme mit dem Leber-Stoffwechsel gab, sollen Patienten mit Lebererkrankungen diese Medikamente nicht verwenden. Auch nicht schwer Herzkranke oder Patienten mit Nierenversagen.

Nicht anzuwenden bei Jugendlichen oder Schwangeren.

Dosierung

1 Tablette täglich, unabhängig vom Essen - also morgens oder abends, dann, wenn Sie es am ehesten nicht vergessen!

     Achtung!

Es dauert eine Weile, bis Sie eine Wirkung sehen können: Senkung des Nüchtern-Blutzuckers nach frühestens einer Woche, volle Wirkung nach 6 - 8 Wochen. Daher ist es sinnvoll, diese Medikamente durch 3 Monate auszuprobieren und dann anhand des HBA1c zu entscheiden, ob sich der gewünschte Erfolg eingestellt hat und ob das Medikament weiter eingenommen werden soll.

Regelmäßige Blutbild- und Leber-Kontrollen.

Auswirkung auf das Gewicht

selten Gewichtszunahme 4 - 5 kg

Vor- / Nachteile

+ beeinflussen die Insulin-Resistenz günstig, Actos senkt außerdem die Blutfette
+ keine Erhöhung der Insulin-Spiegel
- ev. Gewichtszunahme
DARF NICHTG GENOMMEN WERDEN wenn man ein Blasencarcinom hat oder hatte, oder bei ungeklärten Blutungen aus dem Harntrakt
 
Zum Diabetes-Shop
Zu meinem Diabetes-Shop