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Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
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Home Die Behandlung... Insulin spritzen? Mischinsulin

Insulin-Fixmischungen

...werden meist zweimal oder dreimal täglich gespritzt und können nur dann eine gute Lösung sein, wenn täglich ungefähr zur selben Zeit immer ungefähr gleich viel gegessen wird. Die Namen der Misch-Insuline kann man ganz leicht verstehen, wenn man weiß was da „fix gemischt“ wird:

Jedes Mischinsulin besteht aus zwei Komponenten:

a) ein langsam wirkendes Insulin und ...

b) ein schnell wirkendes Insulin

Das schnelle Insulin in einer Fixmischung kann aber auch eins der neueren, noch schnelleren Insuline sein: Novorapid oder Humalog.

So –nun gibt’s einige Kombinations-Möglichkeiten aus langsamem und schnellem Insulin, hier ein Überblick – nochmals aufgeteilt nach der Art des schnellwirkendem Insulins:

 

Mischungen mit Alt-Insulin:
Firma Aventis Insuman comb Typ 15
Insuman comb Typ 25
Insuman comb Typ 50
Firma Novo Nordisk

Mixtard 30/70
Mixtard 30/70 Penfill

Mixtard 50/50
Mixtard 50/50 Penfill

 

Mischungen mit Analoga:
Firma Lilly Humalog Mix 25
Humalog Mix 50
Firma Novo Nordisk NovoMix 30
NovoMix 30 Pennfill

 

Aus den Bezeichnungen lässt sich das Mischungsverhältnis zwischen langsamen und schnellem Insulin erkennen:

So bedeutet bei der Firma Novo "Mixtard 10/90" zB, dass 90% langsam wirkendes Insulin und 10% Altinsulinin der Ampulle sind, beim "Novo MIxtard 30/70" sind es 70% Insulatard und 30% Actrapid usw.

Genauso bei den Mischungen mit den neuen, sehr schnellen Insulinen Humalog und NovoRapid: Humalog Mix 25 besteht zu 75% aus langsam wirkendem Insulin und 25% Humalog, beim Humalog Mix 50 sind’s je 50% langsames Insulin und Humalog.

Und im NovoMix 30 sind 30% NovoRapid und 70% langsames Insulin.

 

Wirk-Kurven Womit spritzen?
Verwendung Worauf besonders zu achten ist

Wirk-Kurven

 

Mischungen mit Alt-Insulin:
Firma Aventis:
Insuman Comb
Typ 15
Insuman Comp (Typ 15) Wirkkurve
Insuman Comb
Typ 25
Insuman Comp (Typ 25) Wirkkurve
Insuman Comb
Typ 50
Insuman Comp (Typ 50) Wirkkurve

 

Firma Novo Nordisk:
Mixtard 30/70 Wirkkurve Mixtard 30/70
Mixtard 50/50 Wirkkurve Mixtard 50/50

Hier ist deutlich zu sehen, wie sich mit zunehmendem Anteil an schnellem Insulin die Wirk-Kurven verändern. Die Zahl vor dem Schrägstrich gibt den Anteil an schnellem Insulin in Prozent an. Je mehr schnelles Insulin in der Mischung ist, desto früher und ausgeprägter ist die Wirkung des Insulins in der ersten Zeit nach dem Spritzen. Man wird also ein Mischinsulin mit umso größerem Anteil an schnellem Insulin wählen, je ausgeprägter der Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen ausfällt.

 

NovoMix 30 Wirkkurve Hier noch die Wirkkurve des NovoMix 30:
- ein Insulin, dessn schneller Anteil sehr schnell zu wirken begintn und das daher meist direkt zum Essen, ohne Warten, gespritzt wird.

 

 

Verwendung

...meist für die "konventionelle" Insulintherapie, bei der nur zweimal am Tag - vor dem Frühstück und vor dem Abendessen - gespritzt wird. Durch den Anteil an schnell wirksamen Insulin können die Blutzucker-Spitzen nach dem Frühstück und nach dem Abendessen gut abgefangen werden. Aber tagsüber steht nur die Wirkung des Verzögerungs-Insulins zur Verfügung, so dass der Blutzucker-Anstieg nach dem Mittagessen weitgehend unbehandelt bleibt. Dennoch kann diese Behandlung für manche Menschen eine gute Möglichkeit sein, vor allem dann, wenn der Lebensrhythmus ein sehr ruhiger ist und fast täglich zu den selben Zeiten gegessen wird. Wenn die Einstellung des Blutzuckers gut ist, ist es sehr angenehm, nur morgens und abends kurz ans Spritzen denken zu müssen.

Mit Insulinen, bei denen der Anteil an schnellem Insulin recht hoch ist, ist es auch möglich, zu allen Hauptmahlzeiten zu spritzen, also meist dreimal täglich.. Der Vorteil dabei ist, dass es tagsüber nicht zu so hohen Blutzucker-Spitzen kommen kann. Dennoch ist es auch bei dieser Form nötig, regelmäßig immer ähnlich große Mahlzeiten zu essen.

Dafür eignen sich besonders die Mischungen mit Analoga gut, weil hier zwischen Spritzen und Essen der lästige Spritz-Ess-Abstand wegfallen kann.

 

 

Womit spritzen?

Mit Pens, manchmal, zB auf Fernreisen auch mit Einmal-Spritzen.

 

nordisk Logo Bei den Pens gibt es von der Firma Novo die größte Auswahl:
Novo Pen 4
Novo Pen 4

etwas kürzer als sein Vorgänger, der Novopen 3, größere Anzeige, gut hörbares „klick“ am Ende der Insulin-Abgabe

Novo Pen Demi
Novo Pen Demi
...das ist ein NovoPen 3, bei dem das Insulin in halben Einheiten dosiert werden kann
Novo Pen Junior
Novo Pen Junior
der Pen für Kinder – mit der lange bewährten Technik des Novo Pen 3!

 

Aventis Logo Für das Insuman Basal der Firma Aventis sowie für das Lantus gibt es nur einen Pen.
OptiPen Pro
OptiPen Pro
Pen mit digitaler Anzeige – Lebensdauer ca 2 Jahre.

 

Lilly Logo Für das Lilly Basal gibt es ...
HumaPen Ergo
HumaPen Ergo
Dosis-Korrektur ohne Insulin-Verlust, einfach zu verwenden, große Anzeige.
und neu den Huma Pen Luxura
HumaPen Luxura
Dosis-Korrektur ohne Insulin-Verlust, zeigt die Insulin-Restmenge an, in burgund und champagner.

 

Insulinspritze Viele Diabetiker kennen nur mehr die Insulin-Pens, aber: beonders auf Fernreisen ist es wichtig, auch mit einer einfachen Insulinspritze umgehen zu können.
Insulinflasche Denn ein Fläschchen Insulin und eine Spritze gibt’s überall – daher lassen Sie sich bitte das Aufziehen und Spritzen des Insulina mit der „altmodischen“ Spritze auch mal zeigen!

 

Worauf besonders zu achten ist!

Eine Einstellung mit Misch-Insulinen sollte immer wieder kritisch darauf überprüft werden, ob die Blutzuckerwerte tagsüber und nach den Mahlzeiten ausreichend tief sind und:
ob es den Patienten nicht doch zu sehr belastet, im Alltag doch recht spürbar durch seinen Diabetes beeinträchtigt zu sein - wegen der fix vorgegebenen Ess-Mengen und der ungefähr einzuhaltenden Ess-Zeiten.

Auch wenn diese Therapie auf den ersten Blick sehr "einfach" aussieht, ist es doch meist besser, eine flexiblere Therapie-Form zu wählen. Es ist zwar anfangs etwas anstrengender, sich etwas mehr selbst drum kümmern zu müssen. Aber schon nach kurzer Zeit empfinden fast alle Diabetiker es als sehr angenehmer, mehr Freiheiten beim Essen und weniger Probleme beim Sport usw. zu haben.
 
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