*********************
Liebe Patientinnen und Patienten,
meine Kassenpraxis ist mit 30.9.2017 geschlossen.

Alles über meine Nachfolgerin ab Jänner 2018 und darüber
wie Sie mich von Oktober- Dezember erreichen können
und was ich als Wahlärztin für Sie tun kann,
habe ich hier für Sie aufgeschrieben:

http://www.zuckertante.at/triff-die-tante/kassenpraxis-rodaun

Es war eine schöne Zeit in Rodaun.

Danke für viele Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche.

Ihre Susanne Pusarnig
*********************

 
Home Die Behandlung... Insulin spritzen? Insulin-Strategien Zum Essen

Insulin zum Essen

Beim Essen kommt es beim Nicht-Diabetiker zu einer schnellen und starken Insulinausschüttung durch die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse.

Diese schnelle Insulinfreisetzung ist bereits früh im Krankheitsverlauf des Diabetes mellitus Typ 2 (häufig schon bei der Diagnosestellung) schwer eingeschränkt. Um dies auszugleichen, spritzen viele Diabetiker schnell wirkendes Insulin zu den Mahlzeiten.

Bei drei Hauptmahlzeiten wird dann eben dreimal täglich ein kurzwirksames Insulinpräparat vor der Mahlzeit gespritzt.

Diese sogenannte prandiale Insulintherapie hat den Vorteil, dass die Insulinmenge dem gemessenen Blutzucker angepasst wird und allfällig erhöhte Blutzuckerwerte korrigiert werden können - und ein Diabetiker, der gut über den BE-Gehalt seines Essens Bescheid weiß kann selbständig die zu spritzende Insulin-Dosis der jeweiligen Mahlzeit und dem gemessenen Blutzucker anpassen. Die Mahlzeiten können zeitlich flexibel eingenommen, vergrößert, verkleinert oder auch ausgelassen werden. Damit ist es auch möglich, bei Festen mit den anderen zu essen, auch einmal Süßes oder Mehlspeisen - ohne dass der Blutzucker danach alllzu hoch ansteigt! Allerdings muss man dann wissen, wie viele Broteinheiten im Essen enthalten sind - das ist aber nicht schwer zu erlernen!

Unterzuckerungen sind bei der prandialen Insulintherapie selten, da nur kurzwirksame Insulinpräparate zu den Mahlzeiten gespritzt werden. Natürlich sollte der Patient zu jeder Mahlzeit auch Kohlenhydrate essen.

Für die prandiale Insulintherapie stehen verschiedene kurz wirksame Insulin und Analoga zur Verfügung. Ob herkömmliches Normalinsulin oder ein kurzwirksames Insulinanalogon verwendet wird, hängt vor allem von den Bedürfnissen des Diabetikers ab. Ist ein Spritz-Ess-Abstand erwünscht oder bevorzugt der Patient die Einnahme kleiner Zwischenmahlzeiten, kann man gut Normal-Insulin verwenden.
Sofern der Diabetiker die Insulininjektion lieber direkt vor der Mahlzeit durchführt und auf Zwischenmahlzeiten verzichten möchte, empfehle ich eher den Einsatz von kurzwirksamen Insulinanaloga. Die kurzwirksamen Insulinanaloga haben gegenüber Normalinsulin den Vorteil, dass weniger Hypoglykämien auftreten und der Blutzuckeranstieg nach dem Essen besser kontrolliert werden kann.

Die Behandlung kann mit einem einfachen Schema begonnen werden, bei welchem die Insulindosis in Abhängigkeit des Blutzuckers vor der Mahlzeit variiert wird.

Dieses Schema erarbeite ich mit dem Patienten: er bekommt die genaue Liste mit und kann so erste Erfahrungen machen. Sehr schnell lernt man abschätzen, wie der Blutzucker regieren wird, und kann die Insulin-Dosis selbst bestimmen.
Typischerweise ist aber beim Typ-2-Diabetes die Glukoseproduktion der Leber v.a. in der Nacht erhöht. Hinweis für eine vermehrte nächtliche Glukoseproduktion der Leber ist ein erhöhter nüchtern gemessener Morgenblutzucker - und dann braucht der Diabetiker doch zusätzlich noch langwirkendes Insulin.

 
Zum Diabetes-Shop
Zu meinem Diabetes-Shop